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Santy Anno

Wer kennt das nicht, nach langer Kaperfahrt ist unser Schiff endlich wieder zurück im Hafen. Was macht ein Pirat von Ehre da als erstes? Saufen natürlich und zwar soviel bis das Geld ausgeht und er bewusstlos in einer Ecke einschläft.
Dumm nur, dass am nächsten Morgen der Schädel so dermassen brummt, dass sich unser Pirat nicht mehr erinnert, welches denn nun überhaupt sein Schiff ist. Und das obwohl er (oder sie) dringend und sofort auf genau dieses Schiff kommen sollte, denn wer es als erster erreicht, der wird als Belohnung für den nächsten Raubzug zum Kapitän erklärt. Wer hingegen zu spät ist, der schrubbt einige Wochen lang die Decks. Klingt komisch? Ist aber so.

So machen sich denn die Spieler als Piraten auf dem Weg zu ihren Schiffen. Das ist aber komplizierter als es sich anhört, auch wenn die Spieler mit grosser Wahrscheinlichkeit weniger Alkohol intus haben werden als ihre freibeuternden Alter Egos.
Die acht Schiffe die nämlich zur Auswahl stehen, haben verschiedene Merkmale, welche wiederum verschiedene Farben haben. Wie findet unser Freibeuter also heraus, ob er am Ende beim Schiff mit dem gelben Namensschild und den roten Segeln oder bei dem mit dem grünen Rumpf und dem blauen Ausguck einsteigen muss? Dazu wird eine - mit jeder der fünf zu spielenden Runden länger werdende - Reihe von Bordkarten ausgelegt. Diese geben Anweisungen zu welchem Schiff der Pirat wechseln muss und müssen der Reihe nach abgearbeitet werden. Da wird einem entweder gesagt, man solle zum anderen Schiff mit der selben Rumpffarbe oder dem selben Anfangsbuchstaben beim Namen wechseln. Aber vorsicht, nicht immer müssen alle die Anweisungen beachten, manchmal gibt es auch Schiffe, die explizit von der Anweisung einer Karte ausgenommen sind.
Wenn der Freibeuter schliesslich meint, sein Schiff gefunden zu haben, rennt er um den Tisch und setzt sich – hoffentlich als erster – auf den davor stehenden Stuhl. Sitzen schliesslich alle Piraten auf einem Stuhl oder auch auf jemandem, der vor ihnen den gleichen Stuhl beansprucht hat, wird ausgewertet wer diese Runde gewinnt, also als erster beim richtigen Schiff abgesessen ist. Dieser Spieler erhält einige Dukaten und das Spiel geht in die nächste Runde. Wem dieses Variante noch nicht genug ist, der kann jetzt auch noch die Experten und Aktionskarten mit ins Spiel nehmen, welche den Spielern nicht nur neue Arten von Hinweisen geben, sondern zum Teil auch die Reihenfolge verändern, in der die Karten bearbeitet werden müssen.

Alles in allem ist Santy Anno ein vergnügliches aber auch leicht stressiges Denkspiel, welches 3 bis 8 Spieler ab 10 Jahren auch mehr als einmal für 30 Minuten beschäftigen kann. Wer nicht um Tische rennen mag, kann Santy Anno trotzdem spielen, sitzend ist es genau so lustig. Bei uns im Laden hat sich denn auch die Mitarbeiterin, die zuerst nicht einmal den Tisch für eine Partie Santy Anno freigeben wollte, am Schluss für mehrere zusätzliche Durchgänge ausgesprochen. Ein gutes Zeichen für Piraten, oder nicht?


vorbestellen: Santy Anno von Alain Orban (Repos), für 3-8 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 30 Min - SFr 30.00
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