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Dominion

Dominion ist eigentlich ganz einfach. Jeder Spieler hat ein eigenes Kartendeck, das zu Beginn aus sieben Geldkarten und drei Siegpunktkarten besteht. Fünf davon kriegt man auf die Hand und dann geht’s los: Jeder Spieler hat in seinem Zug eine Aktion und einen Kauf zur Verfügung. Mit dem Geld kauft man weitere Karten, die dann später in den Kartenstapel hineingemischt werden. Sobald diese in einer späteren Runde gezogen werden, kann man sie als Aktion ausspielen. Wer nichts mehr tun kann oder will, wirft seine restlichen Handkarten ab und zieht fünf neue nach. Der nächste Spieler ist an der Reihe.

Auf diese Weise wird das Kartendeck mit immer mehr Aktionskarten angereichert. Dies ist soweit trivial, doch die richtige Auswahl der Karten soll gut überlegt sein. Darf es eine Schmiede sein, die mich 3 Karten nachziehen lässt? Oder doch eher ein Laboratorium, bei dem ich zwar nur 2 Karten ziehe, dafür gleich noch eine weitere Aktionskarte ausspielen darf? Vielleicht tut’s aber auch eine Mine, die mich mein Geld aufwerten lässt? Siegpunkte übrigens sind prinzipiell nervig. Man braucht sie zwar zum Sieg, doch sind sie - besonders früh im Spiel - tote Karten auf der Hand ohne weitere Funktion. Will man also lange warten, bis man die ersten Siegpunkte kauft? Oder noch schlimmer: Will man sogar die ersten drei Siegpunkte vernichten, um diese lästigen Blockierer loszuwerden?

In jedem Spiel stehen 10 von 24 Kartentypen zur Verfügung – jeweils in 10facher Ausführung. Und je nach Zusammenstellung der Aktionskarten muss man sich eine ganz neue Strategie überlegen. Im Idealfall kann man mit den richtigen Kartenkombinationen das ganze Deck ziehen oder mit einer Unmenge an Geld allerlei Käufe tätigen. Aber egal wie gut das Spiel verlaufen ist, zum Schluss hat man dennoch meist das Gefühl: „Das hätte ich noch besser gekonnt!“ Und schon gelüstet einen die nächste Partie. Dominion besitzt ein hohes Suchtpotential. Kein Wunder also, dass schon kurz nach der Veröffentlichung die ersten Erweiterungen angekündigt worden sind.

Als einziger Wermutstropfen bleibt die mangelnde Spielerinteraktion zu nennen. Je nach Kartenset gibt es zwar schon Möglichkeiten, die Mitspieler zu ärgern. Wirklich zielen kann ich aber mit meinen Aktionen nicht. Und so richten die Spieler ihre Energie trotzdem mehrheitlich auf das eigene Spiel. Aber wer weiss, vielleicht schaffen die Erweiterungen an diesem Punkt etwas Abhilfe... –cb


kaufen Dominion von Donald X. Vaccarino (Rio Grande), für 2-4 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60 Min - SFr 43.50
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