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Planet Steam

Nachts im Bett ist es mir plötzlich klar geworden, ich hätte die Produktion doch nicht umstellen sollen: Da die Marktpreise für Quarz und Erz sehr hoch waren, Wasser hingegen fast wertlos, habe ich in der letzten Runde Geld und Wasser investiert und meine Tanks auf Quarz und Erz umgerüstet. Als erster Spieler konnte ich auch zu den Höchstpreisen verkaufen. Gelohnt hat sich diese Investition schon, es reichte auch locker für den zweiten Schlussrang. Allerdings ist in der letzten Runde – kein Wunder, wenn niemand Wasser produziert oder verkauft – der Wasserpreis erheblich angestiegen. Zum Spielende war auch Wasser wieder wertvoll. Es hätte sich noch mehr gelohnt die Produktion gar nicht umzustellen. Einfach abwarten, mein Wasser horten und zum Spielende teuer verkaufen. Das hätte sicher mehr eingebracht als das Quarz, vielleicht hätte es sogar für den Spielsieg gereicht...

Diese unheimlich volatilen Marktpreise sind das besondere an Planet Steam. Deshalb ist auch die Versteigerung der Spielreihenfolge die wichtigste Spielphase. Will ich den Startspieler ersteigern damit ich sicher zu den aktuellen Preisen handeln kann? Oder entwickelt sich der Markt in die richtige Richtung, dass das Preisgefüge für die späteren Spieler besser wird? – Zusätzlich zum Platz in der Spielreihenfolge erhält man auch einen „Spezialisten“, eine Vergünstigung oder eine Sonderaktion, die gerade im Fall des „Spekulanten“ mit der Versteigerung eines Schachts, ebenfalls entscheidend sein kann.
Jeder Schacht bietet einen Bauplatz für einen „Tank“ – Eine Produktionsstätte für einen der 4 verschiedenen Rohstoffe (Wasser, Energie, Quarz, Erz). Diese Tanks sind teuer und durch das Spiel in der Anzahl beschränkt. Die Ausbauten hingegen, welchen den produzierten Rohstoff bestimmen, sind günstiger. Man kann die Produktion gut umstellen, um sie den Marktpreisen oder den Erfordernissen für weitere Bauten anpassen. Überdies sind natürlich die Lagerkapazitäten für Rohstoffe (in den Raumgleitern) beschränkt, auch sie können nach Bedarf kostenpflichtig ausgebaut werden.

Planet Steam bietet also viel Spielraum für Optimierung und unterschiedliche Strategien. Zudem überzeugt es durch die opulente Ausstattung und das sehr futuristische Design. Einzig die Rahmengeschichte, dass der Planet „Steam“ durch „Terraformung“ in eine neue Erde verwandelt werden müsse, passt überhaupt nicht zu dieser absolut unwirtlichen Grafik, aber das ist ja egal. -lm


kaufen Planet Steam von H.G. Thiemann (Heidelberger), für 2-5 Spieler, ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 120 Min - SFr 68.00
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