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Macao

Alea kann’s noch. Der Tochterverlag von Ravensburger hat bewiesen, dass er noch gute Spiele mit hohem strategischen Anspruch entwickeln kann. Macao, das 13. Spiel der Alea-Reihe, ist gegen Ende des 17. Jahrhunderts in der gleichnamigen Stadt, einem portugiesischen Handelsposten an der Südküste Chinas, angesiedelt. Die Spieler versuchen dabei durch Warenhandel mit Europa, dem planvollen Ausbreiten in der Stadt oder dem überlegten Besetzen wichtiger Ämter und Positionen zu Ansehen und Prestige zu kommen.

Ein zentraler Teil von Macao läuft über eine sogenannte Windrose. Jeder Spieler besitzt eine entsprechende siebenseitige Scheibe mit aufgedruckten Würfeln mit Werten 1 – 6 und einem Aktionsfeld. Jede Runde gibt es neue Rohstoffe: Dabei wird die Auswahl durch Wurf der sechs Würfel (in den sechs Farben der Güter) bestimmt. Nun darf sich jeder Spieler zwei Rohstoffsorten nehmen. Er erhält so viele Güter, wie die Augenzahl des Würfels anzeigt, und legt sie an die entsprechende Seite seiner Windrose. Danach wird die Windrose um eine Position weitergedreht, wodurch die Rohstoffe zur nächsttieferen Zahl vorrücken. Güter auf der „1“ gelangen dadurch zum Aktionsfeld und stehen dem Spieler in der aktuellen Runde zur Verfügung.
Die Auswahl der Güter hat nun so seine Tücken: Eigentlich möchte man die hohen Würfelzahlen wählen, um viele Rohstoffe zu erhalten. Bis diese aber zum Aktionsfeld vorgerückt sind, dauert es einige Zeit. Da braucht es schon ein gewisses planerisches Geschick, um vorherzusehen, welche Güter man in sechs Runden brauchen wird. Ausserdem möchte man jede Runde Rohstoffe zur Verfügung haben - Einerseits hat man ohne diese nicht viel zu tun, andererseits gibt es auch noch Minuspunkte wenn das Aktionsfeld zu Beginn der Phase leer ist.

Doch was tun mit den Rohstoffen? Diese können auf verschiedenste Art eingesetzt werden: Zur Gewinnung von Parzellen in der Stadt, zum Verschiffen von Warengütern, zur Veränderung der Spielreihenfolge und zum Aktivieren und Einsetzen der verschiedenen Aktionskarten. Von diesen kriegt jeder Spieler pro Runde eine. Einmal aktiviert, können sie immer wieder verwendet werden. Die Aktionskarten können fast alle Aspekte des Spiels beeinflussen. Durch die richtige Kombination lassen sich verschiedene Strategien verfolgen, die alle zum Sieg führen können.

Alles in allem vermag Macao zu überzeugen. Verschiedene bekannte Spielmechanismen werden derart mit neuen Elementen kombiniert, so dass ein spannendes Spiel entstanden ist, das sich trotz einer ordentlichen Tiefe verbflüffend flott spielt. -cb


vergriffen Macao von Stefan Feld (Alea), für 2-4 Spieler, ab 12 Jahren - SFr 49.00
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