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Aye, Dark Overlord!

(Deutsche Version: "Ja, Herr und Meister!")

Fantasy-Geschichten drehen sich meist um Heldentaten von Menschen, Zwergen, Elfen und na ja, zur Not auch von Hobbits. Es werden Kriege gefochten, Bösewichter besiegt, Ringe vernichtet; alles im Dienste des Guten, das Böse zieht immer den Kürzeren. Doch was geschieht mit den Orks, Trollen, Goblins, die mit ihrem Leben davon kommen? Was müssen die armen Kerle erdulden, wenn sie bei ihrem Herrscher angekrochen kommen, ohne ihren Auftrag erfüllt zu haben?

Und genau hier setzt „Aye, Dark Overlord!“ an: Die Spieler schlüpfen in die Rollen von unfähigen Untertanen eines despotischen Herrschers, welcher ebenfalls von einem Spieler vertreten wird. Vor diesem müssen sie nun rechtfertigen, was an ihrem Auftrag schief gelaufen ist, bis der Schuldige gefunden ist.

Die Erklärungen und Schuldzuweisungen erfolgen mittels Karten, wovon es zwei Sorten gibt. Die Hinweiskarten beschreiben Personen, Monster, Gegenstände, Plätze und Ereignisse die in eine klassische Fantasy-Welt hineinpassen. Anhand dieser Karten wird relativ frei eine Ausrede erfunden. So weit so gut. Nun kommen aber die Aktionskarten ins Spiel. Mit diesen kann man einerseits die Schuld an einen Mitspieler weiterschieben und diesem sehr zu seinem Missfallen einen fiesen Hinweis aufdrängen. Andererseits kann man damit aber auch einen Spieler inmitten seiner Ausführungen und Erklärungen unterbrechen und ihn auf einen neuen Hinweis auflaufen lassen („Ach, und wie war das noch mal mit dem unentzifferten Pergament?“ oder „Aber da war doch dieses lästige Insekt. Das war doch toll. Erzähl!“).

Und was ist nun mit dem dunklen Meister? Die Untertanen tun gut daran, seinen Zorn nicht heraufzubeschwören. Denn wenn ihm eine Ausrede missfällt, er gelangweilt ist oder ihm ganz einfach danach ist, kann er den Untertanen vernichtende Blicke zuwerfen. Der erste Spieler, welcher drei solche gesammelt hat, wird als Schuldiger für das Scheitern der Mission verurteilt und schwer bestraft.

Mit „Aye, Dark Overlord!“ hat Stratelibri ein äusserst witziges Fantasy-Spiel auf den Markt gebracht, welches aber für Rollenspiel-Unerfahrene zuerst wohl etwas befremdend wirken mag. Die Spielregeln geben mehr eine Richtung vor, in welche das Spiel laufen soll, als strenge Vorschriften, die über Sieg und Niederlage entscheiden, wie man es von anderen Karten- und auch Brettspielen gewohnt ist. Letzten Endes liegt es schliesslich in der Hand des Overlord-Spielers, wer für das Scheitern der Mission bestraft wird (das Spiel verliert). Hat man sich aber an diesen Fakt gewöhnt, so bietet „Aye, Dark Overlord!“ vollen Fantasy-Spielspass.


kaufen Ja, Herr und Meister! (rote Edtion) von Bonifacio, Enrico, Ferlito (Truant), für 4-12 Spieler, ab 8 Jahren, Spieldauer ca. 20-30 Min - SFr 27.00
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