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MammuZ

Ein Spiel, das allen gefällt, gibt es nicht. Oder doch? Möglicherweise ist MammuZ die einzige Ausnahme. Habe ich es doch in unzähligen Partien noch nie erlebt, dass jemand von dem Spiel nicht angetan war. Vom Kind (ab 8) bis zum Senior fanden alle Vergnügen an dem einfachen Spielprinzip. Und sogar komplette Spielmuffel liessen sich nach anfänglicher Skepsis und einer Runde als Zuschauer zu einer Partie verleiten, nur um dann gleich noch eine weitere zu wünschen. Und dann noch eine. Irgendwo da draussen mag es vielleicht jemanden geben, der mit MammuZ nichts anfangen kann. Begegnet bin ich ihm allerdings nicht.

Seinen Reiz verdankt MammuZ der ebenso einfachen wie genialen Spielidee. Ursprünglich kommt das Spiel aus Russland, wo es in leicht abgeänderter Fassung mit gewöhnlichen Joker-Karten gespielt wird und übersetzt so viel heisst wie „wahr oder gelogen“. Vergleichbar ist es am ehesten mit dem bei uns bekannten „Lügen“.

Alle Spieler erhalten (je nach Spielerzahl) ca zehn Karten auf die Hand. Darauf abgebildet sind verschiedene Urzeittiere wie Mammuts, Säbelzahntiger, usw. Von jeder Tierart gibt es eine unterschiedliche Anzahl im Spiel, erkennbar an der Zahl auf den entsprechenden Karten. Ziel des Spiels ist es, alle seine Karten loszuwerden. Wer an der Reihe ist legt eine, zwei, drei oder vier seiner Karten verdeckt auf den Tisch und stellt eine Behauptung auf, was die Art dieser Karten betrifft. So lege ich zum Beispiel drei Karten hin und behaupte: „das sind Eichhörnchen“. Im Spiel gibt es insgesamt acht Eichhörnchen, allzu unplausibel ist die Behauptung also nicht. Dennoch kann der nächste Spieler selbstverständlich an der Wahrheit zweifeln, stünde es mir doch völlig frei, zu lügen wie es mir beliebt. Traut der nächste Spieler meiner Ansage nicht, so darf er eine (und nur eine!) meiner gerade gespielten Karten aufdecken. Ertappt er mich damit beim Schummeln, so muss ich alle ausliegenden Karten auf die Hand zurück nehmen. Falsches Anzweifeln wird jedoch ebenso bestraft: stimmt die aufgedeckte Karte mit meiner Ansage überein, so nimmt der Zweifler auf. Will der nächste Spieler nicht anzweifeln, so ist er nun an der Reihe, Karten verdeckt auszulegen. Dabei muss er meiner Ansage folgen und ebenfalls Eichhörnchen spielen. Und wenn er keine hat? Pech gehabt. Hier ist ein Pokerface gefragt. Es werden nun reihum solange Eichhörnchen gespielt, bis doch einmal jemand der Sache nicht mehr traut und aufdeckt. Da können mitunter ziemlich viele Karten zusammenkommen, die aufgenommen werden müssen. Kleiner Trost für den, den es erwischt: hat jemand alle Karten einer Tierart, also zum Beispiel alle acht Eichhörnchen, so kann er diese sofort offen ablegen. Die entsprechende Tierart ist dann ausgestorben und aus dem Spiel.

Zu guter Letzt gibt es noch die Dinosaurier. Es handelt sich dabei um sechs verschiedene Spezialkarten mit unterschiedlichen Effekten. Diese Effekte treten nur dann in Kraft, wenn der entsprechende Dinosaurier beim Anzweifeln aufgedeckt wird. Die Dinosaurier bringen zusätzliche Abwechslung und taktische Möglichkeiten ins Spiel und können auch einmal Retter in der Not sein, wenn mir eine Tierart ausgegangen ist.

MammuZ ist ein witziges, kleines Kartenspiel für jede Gelegenheit, das sogar Leute begeistert, die von sich behaupten nicht gerne und nicht gut zu lügen.


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